Hochzeitswebsite im Vergleich: die Kriterien, an denen Ihr Anbieter erkennt
Ein brauchbarer Vergleich kürt keine Sieger, er nennt Kriterien. Hier stehen die Punkte, an denen sich Angebote für Hochzeitswebsites wirklich unterscheiden – jeweils mit der Frage, die Ihr dazu stellen könnt, und unserer eigenen Antwort daneben. Was ein anderer Anbieter kostet oder kann, steht hier nicht: das ändert sich laufend, und eine veraltete Angabe wäre schlechter als gar keine.
Prüfliste zum Mitnehmen
Kriterien statt Sieger
Sechs Punkte, die Ihr vor der Anmeldung klären könnt
Sie stehen in dieser Reihenfolge, weil das erste Kriterium alle anderen mitbestimmt: Wer weiß, woran ein Anbieter verdient, versteht auch, warum sein Angebot so zugeschnitten ist.
Das Zahlungsmodell
Der Preis steht selten allein. Entscheidend ist, woran ein Anbieter verdient: an Eurer Zahlung, an einem laufenden Abo oder an dem, was über die Seite läuft.
Die Frage an den Anbieter
Woran verdient Ihr, wenn wir außer der Seite nichts weiter buchen?
Unsere Antwort
An einer einmaligen Zahlung für ein Jahr, an sonst nichts. Anlegen und Gestalten kostet nichts, es gibt keine Provision und keine Geschenkliste, über die Geld fließt.
Datenhoheit und Serverstandort
Eure Seite trägt Namen, Adressen und Zusagen von Menschen, die Euch vertraut haben. Wo diese Daten liegen und wer sie sonst noch sieht, steht in der Datenschutzerklärung – fast nie im Angebot.
Die Frage an den Anbieter
Auf welchen Servern liegen unsere Daten, und wer bekommt sie außer uns?
Unsere Antwort
Hosting in Deutschland, verschlüsselte Übertragung, keine Weitergabe an Dritte, keine Werbung auf Eurer Seite.
Laufzeit und was danach passiert
Eine Hochzeit ist ein Termin und kein Dauerzustand. Die interessante Frage ist deshalb nicht, was der erste Zeitraum kostet, sondern was geschieht, wenn Ihr nach der Feier einfach nichts mehr tut.
Die Frage an den Anbieter
Verlängert sich etwas von selbst, und müssten wir dafür kündigen?
Unsere Antwort
Die Einmalzahlung gilt für ein Jahr und endet automatisch. Es gibt nichts zu kündigen; vor Ablauf erinnern wir Euch per E-Mail.
Gästedaten und was Ihr mitnehmt
Rückmeldungen, Essenswünsche, Allergien: Diese Liste ist der praktische Wert Eurer Seite. Prüft, in welcher Form Ihr sie am Hochzeitstag in die Hand bekommt – im Trubel hilft ein Bildschirm wenig.
Die Frage an den Anbieter
In welcher Form können wir die Gästeliste weitergeben, etwa an den Caterer?
Unsere Antwort
Aus der Tischplanung kommen drei PDFs: Saalplan, Tischkarten und eine Übersicht für den Caterer. Einen Export als Tabellendatei gibt es bei uns nicht – wir schreiben das lieber hin, als es offen zu lassen.
Die Adresse, die auf der Einladung steht
Manche Angebote geben Euch eine Unterseite im Auftritt des Anbieters, andere eine Adresse, die nur Euch gehört. Der Unterschied fällt spätestens auf, wenn die Adresse gedruckt wird.
Die Frage an den Anbieter
Wie lautet die fertige Adresse genau – mit welchem Anbieternamen darin?
Unsere Antwort
Eine eigene Adresse gehört zum Paket mit der Domain und nicht zum kostenlosen Gestalten. Wie sie zustande kommt, steht auf unserer Domain-Seite.
Bildrechte an Euren Fotos
Fotos sind der Teil, den Ihr am schlechtesten zurückholen könnt. Ob ein Anbieter sich mit dem Hochladen ein Nutzungsrecht daran einräumen lässt, steht in den AGB und praktisch nie im Angebot.
Die Frage an den Anbieter
Räumen wir Euch mit dem Hochladen ein Nutzungsrecht an unseren Fotos ein?
Unsere Antwort
In unseren AGB steht kein solches Nutzungsrecht – Eure Fotos bleiben Eure Fotos. Die Galerie, in die auch Gäste hochladen dürfen, ist eine Paketfunktion.
Alle sechs Punkte lassen sich vor der Anmeldung klären. Wenn ein Anbieter auf einen davon keine klare Antwort gibt, ist auch das eine Antwort. Wie die eigene Adresse zustande kommt
Woran Ihr erkennt, welches Modell vor Euch liegt
Fast jedes Angebot für eine Hochzeitswebsite folgt einem von drei Modellen. Welches es ist, lässt sich an wenigen Merkmalen ablesen – und jedes verlangt eine andere Rechnung, bevor Ihr die Beträge überhaupt vergleichen könnt.
Abo
Daran erkennt Ihr es
Der Preis steht pro Monat oder pro Jahr da, meist mit einem Nachlass für die jährliche Zahlung.
Das rechnet Ihr nach
Rechnet nicht den ersten Monat, sondern den ganzen Zeitraum von der Planung bis zu dem Tag, an dem die Seite wieder verschwindet – und klärt, ob dieser Tag von allein kommt.
Provision
Daran erkennt Ihr es
Die Seite selbst ist auffällig günstig oder kostenlos, dafür gibt es eine Geschenkliste, Auszahlungen oder vermittelte Dienstleister.
Das rechnet Ihr nach
Sucht die Stelle, an der ein Prozentsatz oder eine Gebühr genannt wird. Auf der Preisseite steht sie selten, irgendwo in den Bedingungen aber schon.
Einmalzahlung
Daran erkennt Ihr es
Es gibt einen Betrag und einen Zeitraum, und danach endet die Sache, ohne dass jemand kündigen muss.
Das rechnet Ihr nach
Klärt, was nach dem Zeitraum mit der Seite und den Daten geschieht und ob eine Verlängerung eine Entscheidung ist oder ein Automatismus.
Wir beschreiben hier Modelle, keine einzelnen Anbieter. Preise und Bedingungen ändern sich laufend – prüft sie immer beim Anbieter selbst.
Die Prüfliste für das Gespräch mit einem Anbieter
Acht Fragen, die sich in wenigen Minuten beantworten lassen – am besten, bevor Ihr irgendwo ein Konto anlegt.
- Was kostet es, die Seite anzulegen und zu gestalten, bevor Gäste sie sehen?
- Woran verdient der Anbieter außer an unserer Zahlung?
- Verlängert sich der bezahlte Zeitraum von selbst?
- Wo liegen die Daten unserer Gäste, und wer darf sie sehen?
- In welcher Form bekommen wir die Rückmeldungen wieder heraus?
- Wie lautet die fertige Adresse, die auf der Einladung stehen würde?
- Steht in den AGB ein Nutzungsrecht an unseren Fotos?
- Erscheint auf unserer Seite Werbung – und wessen?
Schreibt sie ab und stellt sie zweimal. Die Antworten unterscheiden sich stärker als die Preise.
Unsere eigenen Angaben stehen woanders
Damit diese Seite eine Prüfliste bleibt und keine Verkaufsseite wird, stehen unsere eigenen Angaben dort, wo sie hingehören: die Beträge auf der Kostenseite, die Begründung für unser Zahlungsmodell auf der Seite ohne Abo, der Funktionsumfang auf der Funktionsseite. Auf dieser Seite findet Ihr nur die Antworten, die zu den Kriterien oben gehören.
Fragen zum Vergleich von Hochzeitswebsites
Drei Artikel aus unserem Magazin
Einer gehört zu dieser Entscheidung, zwei gehören zum Tag selbst – der kommt nach der Auswahl und ist der eigentliche Grund für die ganze Übung.
Prüft uns an Eurer eigenen Liste
Legt Eure Seite an und geht die Punkte von oben durch. Das kostet nichts und verlangt keine Zahlungsdaten.
Kostenlos anfangenAnlegen und Gestalten kostet nichts – kein Abo, keine Provision, kein Zeitlimit.