Sitzordnung für die Hochzeit: von der Gästeliste zur Tischkarte
Eine Sitzordnung fängt selten mit einem Plan an. Sie fängt mit einer Gästeliste an, die noch in Bewegung ist, mit einem Onkel, der nicht neben seinen Bruder darf, und mit einem Caterer, der wissen will, wie viele Gedecke an Tisch sieben stehen. Der Tischplan-Editor liegt genau dort, wo Eure Gästeliste ohnehin schon liegt: Ihr setzt, Ihr verschiebt, und was gedruckt werden muss, kommt als PDF heraus.
Ihr richtet einen Raum ein, statt eine Tabelle zu füllen
Ein Festsaal ist kein Raster. Der Editor arbeitet deshalb auf zwei Ebenen: Bereiche – der Saal, die Terrasse, die Empore – und darin die Tische, die Ihr hineinstellt.
Die Bereiche
Legt Saal, Terrasse und Garten getrennt an. Jeder Bereich trägt seine eigenen Tische, und damit fällt nicht erst am Hochzeitstag auf, dass Tisch 14 draußen steht.
Die Tische
Tisch anlegen, Platzzahl eintragen, umbenennen. Ein Brauttisch für zwölf und sechs Runde für je acht stehen nebeneinander, ohne dass Ihr Euch vorher für eine Vorlage entscheiden müsst.
Die Zuordnung
Weist einen Gast aus Eurer Liste einer Tafel zu. Wer noch nirgends sitzt, bleibt sichtbar – drei Wochen vorher ist das die einzige Frage, die zählt.
Die Platzzahl je Gast
Wie viele Plätze ein Gast am Tisch belegt, kommt aus seiner Rückmeldung: Wer zu zweit zusagt, belegt zwei. Stimmt das nicht – die Familie kommt zu dritt statt zu viert, das Baby braucht keinen Stuhl –, tragt Ihr die Zahl von Hand ein. Sie entscheidet, wann ein Tisch voll ist und was in der Caterer-Übersicht als Personenzahl steht.
Drei PDF und eine Tabelle
Solange der Plan nur auf dem Bildschirm steht, nützt er niemandem. Was am Eingang hängt, was auf den Gedecken liegt und was die Küche bekommt, sind drei verschiedene Dokumente – deshalb sind es drei verschiedene Exporte.
Der Aushang
Die Übersicht: Eure Bereiche, Eure Tische, wer wo sitzt – und dahinter alle Gäste von A bis Z mit ihrem Tisch. Das ist das Blatt, das am Eingang hängt und das die Saalleitung in die Hand bekommt.
Die Tischkarten
Ein Name je Karte, zum Schneiden fertig. Sie übernehmen genau die Zuordnung aus dem Plan, also bleibt nach einer Änderung am Vorabend keine alte Karte auf dem Gedeck liegen.
Die Caterer-Übersicht
Das, wonach die Küche tatsächlich fragt: die Zahl der Gedecke je Tisch. Dieses Blatt erspart Euch den Mailwechsel in der Woche davor.
Die Tabelle
Die vollständige Zuordnung als CSV – für alle, die sie woanders weiterrechnen oder die Location, die sie so haben will.
Brauttisch, bunte Reihe und wie streng das genommen wird
In Deutschland, Österreich und der Schweiz bekommt das Paar meist einen eigenen Brauttisch – klassisch mit Eltern und Trauzeugen, seit einigen Jahren häufiger zu zweit oder nur mit den Trauzeugen, weil das die Elternfrage gar nicht erst stellt. Die überlieferte Regel für den Rest heißt Tischherr und Tischdame, im Alltag bunte Reihe genannt: abwechselnd besetzt, Paare auseinandergesetzt, das Brautpaar ausgenommen. Wie streng das gilt, hängt weniger vom Land als vom Anlass ab – eine kirchliche Trauung mit Familienessen im Saal hält sich eher daran als eine freie Trauung mit Buffet, und in manchen Regionen gilt die Ordnung nur noch für den ersten Gang. Ein praktischer Unterschied kommt dazu: In der Schweiz liegt zwischen Trauung und Essen fast immer ein Apéro, in Österreich die Agape – dort wird zuerst gestanden, und Eure Sitzordnung greift ab dem Abendessen, nicht ab der Ankunft. Ob lange Tafel, Hufeisen oder runde Achtertische, entscheidet dabei die Location und nicht der Brauch.
Müssen wir die Gästeliste noch einmal eintippen?
Nein. Der Editor arbeitet auf der Gästeliste, die zu Eurer Hochzeit schon angelegt ist: Die eingegangenen Antworten stehen darin, und eine Zusage, die später nachkommt, taucht dort auf, wo sie fehlt.
Was passiert, wenn jemand absagt?
Ihr nehmt den Gast vom Tisch, und der Platz ist wieder frei. Die Exporte entstehen in dem Moment, in dem Ihr sie anfordert – sie zeigen also den heutigen Stand und nicht den des letzten Ausdrucks.
Können wir drucken, bevor alles steht?
Ja. Die Exporte funktionieren auch mit einem halb gefüllten Plan, und das ist eher der Normalfall: Eine Sitzordnung ist selten vor der letzten Woche fertig.
Wer neben wem sitzt
Diese Seite beschreibt das Werkzeug. Die andere Hälfte – WEN Ihr nebeneinandersetzt, die getrennten Eltern, die Kollegen, der Kindertisch – steht im Ratgeber: Sitzordnung bei der Hochzeit: von der Tischgröße bis zum Aushang
Die Sitzordnung beginnt mit Eurer Hochzeitswebsite
Der Editor gehört zu Eurer Hochzeitswebsite, zusammen mit der Gästeliste und den Rückmeldungen Eurer Gäste. Legt die Seite an, ladet Eure Leute ein, und setzt sie an die Tische, sobald die Zusagen da sind.
Hochzeitswebsite kostenlos anlegenAnlegen und Gestalten kostet nichts. Der Tischplan gehört wie das Versenden der Einladungen zu einem Paket.