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Hochzeitswebsite mit eigener Domain: Die Adresse ist der einzige Teil Eurer Seite, der gedruckt wird — auf der Einladung, im QR-Code, später auf der Danksagung. Dieser Ratgeber zeigt, wann eine Subdomain reicht, wann sich eine Wunschdomain lohnt, wie die Registrierung läuft und was am Ende des bezahlten Jahres passiert.
An einer Hochzeit wird vieles gedruckt, aber nur eine Angabe muss auch von einer Kamera gelesen werden können: die Adresse der Seite. Sie steht auf der Einladung, sie steckt im QR-Code, und Jahre später steht sie auf der Danksagung im Album.
Bei Werden-Heiraten gehört die Adresse zum Paket und nicht zu einem zweiten Vertrag. Das nimmt einen Schritt weg und verschiebt die Entscheidung dorthin, wo sie hingehört: vor die Druckfreigabe.
Hinter der Adresse stecken zwei Entscheidungen, die meist als eine behandelt werden: der Name und die Endung. Der Name muss auf eine Karte passen, am Telefon verständlich sein und in zwei Jahren noch stimmen; die Endung entscheidet, wie vertraut die Adresse wirkt und was die Verlängerung kostet. Klärt beides vor dem Druck — eine Seite lässt sich umbauen, eine gedruckte Adresse nicht.
1. Subdomain oder eigene Adresse: der Unterschied
Eine Adresse ist keine Gestaltungsfrage, sondern eine Festlegung. Alles auf Eurer Seite lässt sich bis zum Vorabend ändern; die Zeile, die auf der Karte steht, nicht mehr.
Deshalb gehört sie an den Anfang der Planung und nicht ans Ende. Wer sie zuletzt festlegt, hat sie in Wahrheit von der Druckerei festlegen lassen.
Die Wahl steht zwischen zwei Formen. Eine Subdomain stellt Euren Wunschnamen vor eine Hochzeits-Domain aus dem Paket: sofort erreichbar, ohne Registrierung. Eine eigene Domain ist die vollständige Adresse, die auf Euch registriert wird. Für Gäste öffnen beide dieselbe Seite — der Unterschied zeigt sich beim Vorlesen, beim Abtippen auf einem alten Handy und Jahre später auf der Danksagung.
Ein Test dauert drei Sekunden: Diktiert den Namen jemandem am Telefon. Wer nachfragen muss, ob da ein Bindestrich steht, hat die Antwort schon. Vornamen schlagen Nachnamen — sie sind kürzer und legen niemanden fest, was bei Patchwork-Familien oder getrennt lebenden Eltern mehr zählt als der schönere Klang. Erlaubt sind drei bis 63 Zeichen, Kleinbuchstaben, Ziffern und Bindestriche, keiner am Anfang oder Ende; Umlaute gehen nicht, aus „Jörg“ wird „joerg“. Ein Punkt ist erlaubt, „lea.benjamin“ also gültig. Wörter wie „mail“ oder „info“ sind gesperrt. Frei ist ein Name nur, bis ihn jemand nimmt.
Die Adresse ist der einzige Teil Eurer Hochzeitsseite, den Ihr nach dem Druck nicht mehr korrigieren könnt.
2. Wo die Adresse im Paketpreis auftaucht
Adressen tauchen in Preislisten an drei Stellen auf: im Grundpreis, als Zusatzposten oder gar nicht — weil ein eigener Registrar dahintersteht. Der dritte Fall ist der aufwendigste, denn er bedeutet einen zweiten Vertrag mit eigener Laufzeit und eigener Verlängerung.
Vergleicht deshalb keine Adressen, sondern Laufzeiten: Wie lange gilt der genannte Preis, wann läuft die Adresse ab, und erinnert Euch jemand daran?
Hier hängt die Adresse am Paket, nicht an einem eigenen Vertrag: Die Wunsch-Subdomain gehört zum kleineren Paket, die eigene Wunschdomain zum größeren. Bezahlt wird einmalig für ein Jahr, das Jahr beginnt mit dem Kauf. Es verlängert sich nichts von allein. Wer später doch die eigene Adresse will, zahlt beim Wechsel die Differenz und behält das laufende Jahr; die Verlängerung kostet rund ein Fünftel weniger und wird an das bestehende Enddatum angehängt — früh verlängern kostet also keine Tage. Wollt Ihr früh online sein, entscheidet dieses Startdatum mehr als der Preis: Genau daran hängt, wann eine Save-the-Date-Seite sinnvoll ist.
Die Hochzeits-Endungen im Paket gibt es einmal deutschsprachig und einmal international — nehmt die, die Eure Gäste lesen können. Andere Endungen sind ebenfalls möglich, kosten dann aber anders. Zwei Fragen vorher: Was kostet das zweite Jahr, nicht der Aktionspreis für das erste? Und lässt sich die Adresse danach wirklich auf Eure Seite richten? Am Telefon erklärt sich .wedding schlechter als eine Endung, die jeder kennt. Ungewohnte Endungen kommen in strengen Spamfiltern schlechter an. Einmalzahlung statt Abo ist die zweite Hälfte derselben Rechnung.
3. Vom Wunschnamen zur erreichbaren Adresse
Eine Adresse ist nicht fertig, wenn Ihr sie ausgesucht habt, sondern wenn sie erreichbar ist. Zwischen beidem liegen bei einer eigenen Domain ein Antrag, eine Prüfung und manchmal eine Rückfrage.
Diese Wartezeit ist der eigentliche Grund, warum die Adresse vor allem anderen steht. Wer die Karten in Auftrag gibt, während die Domain noch beantragt ist, druckt eine Wette.
Die eigene Domain läuft als Anfrage: Ihr nennt die Wunschadresse und ein bis zwei Alternativen, denn die erste Wahl kann vergeben sein; wer eine Domain mitbringt, legt den Auth-Code des bisherigen Anbieters dazu. Die Anfrage durchläuft angefragt, Rückfrage, in Bearbeitung und abgeschlossen; ist die Adresse aktiv, kommt eine Mail. Erst danach gehört sie auf Karten und in den QR-Code — der Code wird aus der Adresse erzeugt, ändert sie sich, zeigen gedruckte Codes ins Leere.
Die Reihenfolge liegt damit fest: Adresse sichern, Seite erreichbar machen, drucken. Wie QR-Code und digitale Einladung zusammenspielen, lest Ihr am besten vorher. Beim Umzug einer bestehenden Domain plant Wartezeit ein: Der hängt am alten Anbieter. Und für Gäste ohne Smartphone ist die Adresse nichts zum Scannen, sondern etwas zum Abtippen — kurz und ohne Sonderzeichen.
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4. Was die Adresse verrät und wer im Register steht
Die Datenfrage einer Adresse ist eine andere als die einer Gästeliste. Es geht nicht darum, was hinter dem Zugang liegt, sondern darum, was schon davor sichtbar wird.
Zwei Dinge fallen dabei an, die mit dem Inhalt der Seite nichts zu tun haben: der Name selbst und, bei einer eigenen Domain, die Angaben zur Person, auf die sie registriert wird.
Die Adresse selbst bleibt öffentlich, auch wenn die Inhalte hinter dem Einladungscode liegen: Sie steht im Browserverlauf, in der Linkvorschau eines Messengers und in jeder weitergeleiteten Nachricht. Wer Nachnamen und Datum hineinschreibt, verrät beides, bevor jemand die Seite öffnet. Was Passwort und Einladungscode schützen, ist eine eigene Entscheidung — die Adresse gehört nicht dazu.
Bei einer eigenen Domain kommen Inhaberdaten hinzu: Eine Registrierung braucht eine reale Person mit Anschrift. Öffentlich abrufbar ist das bei .de-Adressen nicht, vorhanden trotzdem — der eine Unterschied zwischen Subdomain und eigener Domain, den Anbieter selten von sich aus erwähnen.
5. Vier Fragen, bevor die Adresse gedruckt wird
Für alles andere auf der Seite gibt es einen zweiten Versuch. Für die Adresse nicht: Sie ist die einzige Angabe, die in der gesamten Auflage steht.
Prüft sie deshalb zeitlich zuerst: Sie muss stehen, bevor die Einladungen gesetzt werden — nicht erst, wenn die Seite fertig ist.
Für die Adresse selbst reichen vier Fragen:
- Ist der Wunschname frei? Gefällt Euch die Schreibweise, die frei ist?
- Lässt er sich am Telefon diktieren, ohne zu buchstabieren?
- Steht er fest, bevor Einladungen und QR-Codes in den Druck gehen?
- Soll die Adresse die Hochzeit überleben — für Danksagung und Galerie?
Der letzte Punkt wird am häufigsten vergessen, weil er erst nach der Feier weh tut. Das Paket läuft ein Jahr; 30 Tage, 14 Tage und einen Tag vor dem Ende erinnert eine Mail. Ohne Verlängerung wird die Subdomain wieder freigegeben und steht anderen Paaren offen, die Galeriebilder werden entfernt. Wer die Adresse auf Danksagungen druckt, plant das zweite Jahr besser gleich mit ein; soll die Seite nur den Weg zur Feier begleiten, ist das Auslaufen genau richtig.
Eine gute Adresse erkennt man an zwei Dingen: Niemand muss sie buchstabieren, und sie stimmt in zwei Jahren noch. Beides entscheidet sich am Küchentisch und nicht in der Druckerei.
Praktisch heißt das: den kürzesten Namen nehmen, den Ihr beide mögt, ihn am Telefon prüfen statt am Bildschirm und die Endung vor dem Druck festlegen. Für die Einladung reicht eine Subdomain; wer die Seite als Erinnerung behalten will, ist mit einer eigenen Domain richtig.
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