Save-the-Date: Wann verschicken wir es?

Save-the-Date: Wann verschicken wir es?

7 Min. Lesezeit

Save-the-Dates gehen sechs bis acht Monate vor der Hochzeit raus, bei Feiern im Ausland oder an Feiertagswochenenden neun bis zwölf Monate vorher. Sie ersetzen die Einladung nicht: Auf ein Save-the-Date gehören nur Namen, Datum, ungefährer Ort und der Hinweis, dass die Einladung folgt.

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Das Save-the-Date ist die einzige Papeterie, deren Zweck rein terminlich ist. Es sagt nichts über Ablauf, Dresscode oder Menü, sondern besetzt ein Wochenende im Kalender Eurer Gäste, bevor jemand anders es besetzt.

Genau deshalb hat es eigene Regeln: einen anderen Vorlauf als die Einladung, einen anderen Empfängerkreis und einen sehr kurzen Text. Wer beides vermischt, verschickt entweder eine Einladung zu früh oder eine Terminankündigung zu spät.

1. Was ein Save-the-Date leisten soll

Die Aufgabe ist eng: Der Termin soll in den Kalender, bevor Urlaub, Familienfeiern und Fortbildungen ihn belegen. Alles andere kann warten. Ein Save-the-Date, das Ablauf, Anfahrt und Geschenkwünsche erklärt, ist keine Terminankündigung mehr, sondern eine Einladung mit fehlenden Angaben.

Daraus folgt die kurze Form. Vier Angaben reichen: die beiden Namen, das Datum, die Region oder Stadt und ein Satz, dass die Einladung mit allen Details folgt. Eine Uhrzeit gehört nicht darauf, ein Ablaufplan erst recht nicht — beides ändert sich in den kommenden Monaten ohnehin noch.

Der zweite Zweck ist stiller: Das Save-the-Date verschafft Euch selbst Zeit. Sobald der Termin bei den Gästen liegt, dürft Ihr Euch für Location, Papeterie und Ablauf mehrere Monate lassen, ohne dass jemand nachfragt.

Nicht jede Hochzeit braucht überhaupt eins. Wenn alle Gäste am Ort wohnen, die Runde klein ist und ohnehin jeder telefonisch von der Verlobung erfahren hat, ist die mündliche Ankündigung völlig ausreichend — die Karte fügt dann nichts hinzu außer Kosten. Ein Save-the-Date lohnt sich, sobald Menschen für Euch reisen, ein Zimmer buchen oder Urlaub einreichen müssen.

Und es hat eine Grenze, die oft übersehen wird: Was auf dem Save-the-Date steht, ist gesetzt. Ein Termin lässt sich später kaum noch verschieben, ohne dass die Hälfte der Gäste ihn falsch im Kalender hat. Verschickt deshalb erst, wenn Datum und Ort verbindlich gebucht sind, nicht wenn sie „so gut wie sicher" sind.

Ein Save-the-Date ist eine Terminreservierung, keine Einladung — aber es ist verbindlich: Wer eins bekommt, wird eingeladen.

2. Der richtige Vorlauf

Der Vorlauf hängt daran, wie viel Eure Gäste organisieren müssen, um zu kommen.

Art der HochzeitVorlaufBegründung
Feier am Wohnort der meisten Gäste4–6 MonateKurze Wege, wenig Planung; früher wirkt die Ankündigung folgenlos.
Feier im eigenen Land, mit Anreise6–8 MonateÜbernachtung, Urlaubstag, Kinderbetreuung.
Feiertags- oder Brückenwochenende8–10 MonateDiese Wochenenden sind bei Euren Gästen zuerst verplant.
Hochzeit im Ausland9–12 MonateFlüge, Urlaub, teils Reisedokumente.
Hauptsaison an einem beliebten Ort9–12 MonateZimmer sind vor Ort begrenzt, Gäste buchen selbst.

Entscheidend ist dabei nicht der Durchschnitt Eurer Gästeliste, sondern ihr aufwendigstes Viertel. Wenn zwanzig Prozent der Gäste fliegen müssen, richtet sich der Vorlauf nach diesen zwanzig Prozent — für alle anderen schadet eine frühe Ankündigung nicht, für diese zwanzig Prozent entscheidet sie über Kommen oder Absagen.

Ein Save-the-Date, das mehr als zwölf Monate vorher kommt, wirkt selten hilfreich: Die meisten Kalender reichen so weit gar nicht, und die Karte geht verloren. Umgekehrt lohnt es sich unter drei Monaten Vorlauf nicht mehr — dann verschickt Ihr besser gleich die Einladung.

2. Der richtige Vorlauf — Save-the-Date: Wann verschicken wir es?

3. Wer ein Save-the-Date bekommt

Hier liegt der teuerste Fehler des ganzen Themas: Jeder, der ein Save-the-Date bekommt, muss später eine Einladung bekommen. Eine Terminankündigung ohne Einladung ist eine Ausladung, und sie wird auch so verstanden.

Verschickt Save-the-Dates deshalb ausschließlich an den Kreis, bei dem Ihr Euch sicher seid — die Familie, die engsten Freundinnen und Freunde, die Trauzeugen. Wer auf der Wackelliste steht, weil die Location vielleicht doch kleiner wird, bekommt kein Save-the-Date, sondern später die Einladung.

Zwei praktische Folgen: Erstens braucht die Gästeliste zum Zeitpunkt des Save-the-Dates noch nicht vollständig zu sein, sondern nur der sichere Kern. Zweitens solltet Ihr Euch notieren, wer eins bekommen hat. Diese Liste ist beim Kuvertieren der Einladungen die Kontrollliste — niemand darf fehlen.

Gäste, die ohne Partner eingeladen werden, verdienen einen zusätzlichen Gedanken: Wenn Ihr einen Begleitplatz vergeben wollt, kündigt ihn nicht schon auf dem Save-the-Date an. Diese Entscheidung fällt mit der endgültigen Gästezahl, und was auf der Terminankündigung steht, lässt sich später schwer zurücknehmen.

Dasselbe gilt für Kinder. Wer schon auf dem Save-the-Date „mit Familie" schreibt, hat die Frage entschieden, bevor die Location die Zahl der Sitzplätze bestätigt hat. Adressiert die Karte im Zweifel nur an die Personen, bei denen Ihr sicher seid, und klärt den Rest mit der Einladung.

Ein Sonderfall sind Menschen, die Ihr zur Trauung, aber nicht zur Abendfeier einladen wollen — oder umgekehrt. Auch sie bekommen ein Save-the-Date nur dann, wenn die Einladung feststeht. Für alle anderen gilt die einfache Regel: im Zweifel nicht verschicken. Eine Einladung acht Wochen vorher überrascht niemanden negativ, eine ausgebliebene Einladung nach einer Terminankündigung schon.

4. Textbausteine für die Karte

Der Text ist kurz genug, um ihn hier vollständig zu zeigen. Vier Varianten, die sich nur im Ton unterscheiden:

  • Klassisch: „Wir heiraten. Anna Berger und Jonas Keller, 12. September 2027, Freiburg im Breisgau. Die Einladung mit allen Einzelheiten folgt."
  • Knapp und modern: „Save the Date — 12.09.2027, Freiburg. Anna & Jonas. Details folgen."
  • Persönlich: „Wir haben ja gesagt. Am 12. September 2027 feiern wir das in Freiburg und würden uns sehr freuen, wenn Ihr dabei seid. Die Einladung kommt später im Jahr."
  • Mit Reisehinweis (Ausland): „Anna und Jonas heiraten am 12. September 2027 auf Mallorca. Bitte haltet das Wochenende vom 10. bis 13. September frei — Flug- und Hotelhinweise kommen mit der Einladung im Frühjahr."

Zwei Details lohnen sich immer: das Jahr ausschreiben, weil bei langem Vorlauf tatsächlich Verwechslungen passieren, und bei Auslandshochzeiten nicht nur den Hochzeitstag, sondern das ganze Wochenende nennen. Gäste buchen sonst einen Rückflug am Vormittag nach der Feier.

4. Textbausteine für die Karte — Save-the-Date: Wann verschicken wir es?

5. Karte, Magnet oder digital

Kühlschrankmagnet. Der praktische Sieger: Er landet an einer Stelle, an der er monatelang gesehen wird. Preislich liegt er über der einfachen Karte, dafür spart Ihr Euch das zweite Erinnern.

Postkarte. Günstig, schnell gedruckt und portofreundlich, weil das Format klein und flach bleibt. Für den knappen Textumfang eines Save-the-Dates völlig ausreichend.

Klappkarte. Meist zu viel für den Zweck. Wer den Aufwand betreiben will, sollte ihn lieber in die Einladung stecken — dort wird er gesehen.

Digital. Sinnvoll, wenn der Termin sehr kurzfristig feststeht oder Gäste über viele Länder verteilt sind. Der Nachteil ist derselbe wie bei jeder Nachricht: Sie verschwindet im Verlauf. Wer digital ankündigt, sollte das Datum an einer festen Adresse zusätzlich hinterlegen — eine Hochzeitswebsite ist genau dafür da, damit Gäste den Termin Monate später wiederfinden, statt im Nachrichtenverlauf danach zu suchen.

Zum Format: Die klassische Postkarte in DIN A6 misst 105 × 148 Millimeter, die etwas großzügigere Variante DIN A5 148 × 210 Millimeter. Beide sind flach, leicht und damit portofreundlich. Magnete sind dicker und wandern in einen Umschlag, was den Versand verteuert — für den kleinen, sicheren Empfängerkreis eines Save-the-Dates fällt das kaum ins Gewicht, bei zweihundert Karten schon.

Eine Mischung ist erlaubt und oft die beste Lösung: Magnet für die Familie und alle, die anreisen, digitale Ankündigung für den Rest. Wichtig ist nur, dass beide Gruppen dieselben vier Angaben bekommen.

Sechs bis acht Monate Vorlauf, bei Auslandshochzeiten neun bis zwölf, nur an den sicheren Kreis und mit vier Angaben: Damit ist das Save-the-Date fertig. Der nächste Schritt ist die Liste — schreibt auf, wer eins bekommen hat, denn genau diese Namen müssen später auch eine Einladung erhalten.

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